Kupfer

In der Metallverarbeitung schließen Kupfer (lat.
Cuprum) und dessen Legierungen einen
sehr breites Spektrum ein. Das Kupfer ist weich, zäh, sehr dehnbar und ist
polierfähig. Die Farbe ist rot. Da es beim Gießen Blasen bildet, wird es durch
Stanzen, Drücken, Pressen, Walzen oder Ziehen verarbeitet sowie durch die
handwerklichen Techniken des Ziselierens. Es kann geschweißt und gelötet werden
und läßt sich gut mit vielen Metallen legieren. Kupfer besitzt eine hohe
Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität. Es ist sehr korrosions- und
feuerbeständig. An trockener Luft bewahrt es seine rötliche Farbe, in feuchter
Luft bildet sich eine dünne, grüne Schutzschicht, Patina genannt. Durch
Berührung des Kupfers mit Essigsäure entsteht der sehr giftige Grünspan.
Kupfer, Gold, Silber und Zinn waren die ersten Metalle,
welche die Menschheit in ihrer Entwicklung kennenlernte. Da Kupfer leicht zu
verarbeiten ist, wurde es bereits von den ältesten bekannten Kulturen vor etwa
10.000 Jahren verwendet. Die Zeit seines weiträumigen Gebrauchs vom 5.
Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. wird manchmal auch
Kupferzeit genannt. In der Alchemie wurde Kupfer mit Venus/Weiblichkeit ♀
assoziiert, sicher nicht zuletzt deshalb, weil die ersten Spiegel aus diesem
Metall hergestellt wurden.
Die weltweit größten Vorkommen gibt es in Chile, den USA,
Russland, Sambia, Kanada und Peru.
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