Metalldrücken

Das Metalldrücken ist ein Produktionsverfahren der spanlosen
Blechverformung, bei dem die Aufwendige und kostenintensive Herstellung von
Tiefziehwerkzeugen und die entsprechenden Technologien entfallen. Des weiteren
ist es viel effizienter als das klassische Treiben bzw. Aufziehen mit dem
Hammer.
Zum Metalldrücken benötigt man eine Drückmaschine, ein
Drückfutter (einen Kern, der in die gewünschte Form hineinpasst), einen sog.
Vorsetzer (das ist eine Halteplatte welche das Werkstück hält), die
entsprechende Zahl an Ronden ( rund geschnittene Blechstücken, die als
Ausgangsmaterial dienen) sowie Drückstähle ( Werkzeuge, welche zum Verformen
verwendet werden).
Auf der Drückmaschine wird zwischen Futter und Vorsetzer die
Ronde eingespannt. Die Maschine wird eingeschaltet und Futter, Ronde und
Vorsetzer beginnen zu rotieren. Mit den entsprechenden Dückstählen wird mittels
Hebelwirkung und Muskelkraft die Ronde über den sich drehenden Kern gedrückt.
Metalldrücken ist das optimale Fertigungsverfahren für die
Herstellung rotationssymetrischer Hohlkörper in der Einzel- sowie
Kleinserienfertigung.
Durch diese Herstellungsmethode wird das Werkstück belastbarer
und leichter. Auf nur einem Drückfutter können verschiedene Werkstoffe wie z.B.
Silber, Aluminium, Zinn, Kupfer und
Messing, gefertigt werden.
Über die Geschichte des Metalldrückens gibt es verschiedene
Grundlagen. Eine Theorie besagt, dass das Metalldrücken im 18 Jh. In Frankreich
von einem Silberschmied entwickelt worden ist und über die Schweiz und
Österreich nach Deutschland gekommen ist.
Eine andere Überlieferung besagt, dass das Metalldrücken
viele Jahrhunderte alt ist. Die ersten Drückmaschinen waren mit Muskelkraft (
Mensch oder Tier ) angetrieben.
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